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RC's Homepage - Phantom Quest Corp.



Übersicht

Die Einleitung

Die Story

Die Mitwirkenden

Die Episoden

Die Qualität


Die Einleitung

Karsten Schubert schaute sich 'Phantom Quest Corp.' an und teilt hier nun seine Eindrücke bzw. Meinung über den Inhalt, Aufmachung und Qualität von Pioneers Werk mit.


Die Story

In dieser vierteiligen OVA dreht sich alles um Ayaka Kisaragi und ihre Geisterjägerfirma (You-Gen-Kai-Sya). Die Handlung ist jeweils eine Art esoterische Detektivgeschichte, die allerdings recht stark in eine Parodie abdriftet. Dabei hat man noch nicht einmal die Action vergessen, die jedoch keine so große Rolle spielt.

Die Phantom Quest Corporation

Ayakas Familie hat als Besitzer eines Schreins schon lange Erfahrung im Aufspüren und Austreiben von Geistern und Dämonen. Sie ließ sich als Frau jedoch nicht mit dem Posten einer Shrine Maiden abspeisen, sondern machte sich selbstständig.
Ihre Firma ist allerdings sehr klein und setzt sich nur aus Ayaka und Mamoru zusammen. Allerdings können die beiden auf einen kleinen Stab von freien Mitarbeitern zurückgreifen. Dabei arbeiten sie häufig mit der Abteilung U der Polizei zusammen (zumindest mit dem Chef dieser Abteilung), die für Morde von abnormalen Tätern zuständig ist.
Die Firma hat allerdings nicht nur gegen Geister und Dämonen zu kämpfen, sondern auch die roten Zahlen stellen ein ständiges Ärgernis dar.

Die Mitwirkenden

Ayaka Kisagari:

Sie ist die Besitzerin und Chefin der Phantom Quest Corporation, die sie mit der Zeit zum Sony unter den Geiterjägern vergrößern möchte. Ihre Hauptwaffe im Kampf gegen Geister und Dämonen ist ihr Lippenstift (!!), den sie in eine Art Lichtschwert verwandeln kann. (Und schwindelfrei muß diese Frau sein, sagenhaft!!) Sie wirkt allerdings weder im Verhalten noch im Aussehen wie eine Firmenchefin: In der Kleidung versucht sie eher sexy, als seriös zu wirken und bei ihren Verhalten hat sie das Problem, daß sie zu viele Nächte durchmacht und dabei dem Sake zuspricht. (Dadurch hat sie auch große Probleme morgens aufzustehen und nötigt dadurch Mamoru zu recht originellen Weckerplazierungen.) Außerdem erliegt sie gelegentlich (zum Leid Mamorus) Konsumattacken.

Kozo Karino

Eigentlich ist er Polizeiinspektor der Abteilung U, doch in den ersten beiden Episoden hält er sich selten im Büro auf, sondern ist mit Ayaka zusammen auf der Suche nach den jeweiligen Gegnern. Er ist allerdings ein wenig tolpatschig.

Mamoru Shimesu

Er wirkt wie Ayakas kleiner Bruder (etwa 10 Jahre alt), ist jedoch eine der wichtigsten Personen für die Corporation. Er holt die Aufträge an Land, führt computergestützte Ermittlungen durch, sucht die jeweils benötigten Teammitglieder heraus, führt für Ayaka den Haushalt und ihre Termine, und ist (erfolglos) bemüht, die Buchführung aus den roten Zahlen zu halten. Außerdem ist er damit beschäftigt Ayaka morgens zu wecken oder um 3 Uhr nachts die betrunkenen Ayaka von der Polizeiwache abzuholen.

Suimei

Diese alte Hellseherin gehört zu den freien Mitarbeitern der Corporation. Sie hat Erfahrungen in Geisterkunde, Astrologie und Esoterik. Außerdem kann sie Orte ausfindig machen, wo Unheilvolles passiert ist.

Rokkon

Freier Mitarbeiter. Er kann Geister austreiben.

Nanami

Aushilfskraft, die kleinere Probleme hat, mit ihrer Feuerkraft umzugehen.

Die Episoden

Ein brennender Kuß

Es geht ein Vampir in Tokio um, der Frauen ermordet und ihnen das Blut aussaugt. Die Corporation erhält von der transsylvanischen Botschaft den Auftrag, in diesem Fall zu ermitteln, da diese Morde erst auftraten, nachdem ein reicher Japaner Drakulas Sarg gekauft hatte. Mit Hilfe Suimeis gelingt es Ayaka das Mädchen Makiko als Drakulas Braut zu identifizieren. Einen nächtlichen Angriff des Vampirs kann Ayaka zwar abwehren, der Vampir entkommt jedoch.
Am nächsten Morgen ertappt Ayaka einen Vampir bei Makiko und verfolgt ihn zu einem Teehaus Transsylvannien. Dort trifft sie auf einen Vampir, der sich die Angst vor Sonnenlicht abtrainiert hat und an Blutarmut leidet, obwohl er nur noch 4 mal 200ml pro Jahr braucht, dieses muß dafür jedoch bester Qualität sein.
Am Ende kommt es zum großen Showdown zwischen Ayaka und dem Mörder auf dem Tokyo-Tower.

Das Ende der Welt

Diese Episode beginnt mit einer betrunken Ayaka, die mit ihrem Karaoke dem Taxifahrer und einigen Passanten gehörig auf die Nerven fällt. Schließlich sorgt sie auch noch für eine Kollision mit einer Mauer. Dabei hat sie den Wagen jedoch davor bewahrt in eine katastrophale Kollision zwischen einem LKW und einem Sportwagen verwickelt zu werden.
Am nächsten Morgen bringt Mamoru Ayaka (die sich an nichts mehr erinnern kann) dazu, den Taxifahrer zu besuchen, der mit einem Riß im Schulterknochen ins Krankenhaus kam. Dort stellen sie fest, daß der Taxifahrer überraschend verstorben ist. Ayaka kann jedoch beobachten, wie ein grün leuchtendes Symbol eine frische Operationsnarbe auf der Bauchdecke zum verschwinden bringt. Ayaka trifft bei ihren Ermittlungen im Krankenhaus auf Karino, der dort (zufällig ?) als Patient liegt. Letztendlich können die beiden das Rätsel mit Hilfe von zwei weiteren freien Mitarbeitern der Corporation lösen.

Love me Tender

Als in einem Museum anläßlich einer Sahara- Ausstellung ein Geist auftaucht, ruft man die Phantom Quest Corporation um Hilfe. Bei ihren Ermittlungen stellt sich heraus, daß der Geist offenbar etwas mit dem Direktor zu tun hat, einem Frauenheld, der im Moment mit allen Mitteln versucht die Ausstellungsleiterin in sein Bett zu bringen.
Ayaka findet heraus, daß die Ausstellungsleiterin die Ausstellung im Andenken ihres in der Sahara gestorbenen Verlobten mit allen Mitteln zum Erfolg bringen will.
Als schließlich Ayaka mit Rokkons Hilfe den Geist austreiben will erlebt sie eine Überraschung.
Insgesamt die abwechslungsreichste Episode dieser Serie.

Lover come back to me

Als Ayaka und Rokkon einen Werwolf verfolgen, kommt ihnen eine Mönchsgemeinschaft zuvor und bannt den Werwolf. Der Anführer der Gemeinschaft erklärt Ayaka, daß sie ab jetzt das Geistergeschäft in die Hand nehmen. Im folgenden erlebt es die Phantom Quest immer wieder, daß ihnen die Mönche zuvorkommen und so kommt es, wie es kommen muß:
Während die Mönche Fernsehwerbung betreiben fällt bei der Phantom Quest Corporation der Fernseher aus (Stromrechnung nicht bezahlt!). Dies hat zur Konsequenz, daß die Belegschaft der Corporation in einem Schnellimbiß jobt.
Herr Karino will daraufhin der Corporation einige Aufträge zuschanzen, doch am nächsten Morgen ist er verschwunden. Stecken die Mönche dahinter?
Diese Folge ist leider ziemlich vorhersehbar, dafür ist der Endkampf recht sehenswert.

Die Qualität:

Zeichnerisch ist die Qualität für eine OVA mit Produktionsdatum 1994 gut gelungen.
Die Storyline ist auch im wesentlichen in Ordnung, man sollte das ganze allerdings nicht zu ernst nehmen. Die einzelnen Geschichten wirken aber ziemlich gestrafft.
An der technischen Qualität dieser deutsch untertitelten Fassung könnten sich einige andere Firmen an Pioneer ruhig ein Beispiel nehmen. Die weißen Untertitel sind gut zu lesen und auch die Bild oder Tonqualität weist keine Fehler auf.
Es gibt insgesamt nur noch Kleinigkeiten, die man an den Pioneer- Releases verbessern könnte. So sollten auch die Lieder und eventuelle Werbung nach den einzelnen Episoden untertitelt werden.
Die Übersetzung ist recht ordentlich, die auch wieder direkt aus dem japanischen vorgenommen wurde, wodurch das Stille Post Syndrom ausgeschlossen ist.
Man könnte lediglich bei japanischen Wortspielen, die in der Übersetzung angedeutet wurden, noch im Nachspann eine kleine Erläuterung geben.
Außerdem hat Pioneer es geschafft, wieder zwei Episoden auf eine Kassette für 39,95 DM zu bringen. So ganz nebenbei hat damit Pioneer Deutschland Pioneer UK abgehängt, die 1996 lediglich Armitage auf den Markt brachten.

Fazit:

Obwohl ich diese OVA nicht zu meinen absoluten Favoriten zähle, gehört sie doch zu den besseren Serien. Zu einer recht gut durchdachten, wenn auch etwas vorhersehbaren Story wurden genug komische Elemente eingebracht, daß man auch minimale Logikfehler akzeptiert. Wie bereits erwähnt kann man das ganze auch recht gut als eine Parodie ansehen.
Diese OVA kann man insgesamt (nicht zuletzt wegen der guten technischen Qualität) allen Fans von Komödien oder auch esoterisch angehauchten Geschichten empfehlen. Die gezeigte Gewalt ist nicht erwähnenswert und auch der vorhandene Fanservice ist nicht zu übertrieben.
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Ron Carow (email: webmaster@amichan.de)
Erstellt am 20.12.1996, zuletzt geändert am 24.3.1997